Risum-Lindholm

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde

 

 

 

Indienpartnerschaft

 

Im Mai 2021

 

Liebe Freunde und Unterstützer unserer Partnerschaft mit der UCIM der südindischen Nethanja-Kirche in Visakhapatnam.

 

Ich danke euch für die bisher eingegangenen Spenden mit denen wir tatsächlich helfen können. Bischof Singh hat mir einen Bericht über die Situation zukommen lassen, den ich gerne an euch weiterleite.

 

Liebe Freunde,

mit großer Sorge schreibe ich diesen Bericht über die Folgen der zweiten Corona Welle bei uns. Die Situation hat sich gegenüber 2020 dramatisch verschlechtert, da sich das Virus rasend schnell ausbreitet. Vor allem die ärmere Bevölkerung hat sehr darunter zu leiden.

 

Der infizierte Hausmeister Rajarao

 

Die Tagelöhner und Slumbewohner haben durch die Ausgangssperre von 12 Uhr mittags bis zum nächsten Morgen um sechs keine Möglichkeit Geld zu verdienen und die Familien müssen darum hungern.

Die medizinische Versorgung ist generell sehr teuer geworden. In den Krankenhäusern fehlen Betten und vor allem Sauerstoff – den es oft nur auf dem Schwarzmarkt zu kaufen gibt.

 

Alle Bildungseinrichtungen aber auch unsere Kinderheime sind geschlossen worden. Die Kinder aus dem Aidswaisenheim konnten wir bis auf zwei bei Verwandten unterbringen. Wir versorgen sie und die Familien nun mit dem Nötigsten.

 

Wir haben beschlossen soweit es unsere Mittel zulassen zu helfen, wo und wie wir können. So unterstützen wir zur Zeit etwa 1500 Familien mit Grundnahrungsmitteln im Wert von etwa 10 € pro Familie monatlich.

Die medizinischen Kosten einer Covid 19 Infektion belaufen sich auf etwa 500 € pro Familie.

 

Wenn jemand auf der Intensivstation behandelt werden muss, so entstehen Kosten in Höhe von ungefähr 3000€.

 

Austeilung des vorbereiteten Essens

 

 

Für die in Indien übliche Feuerbestattung eines Verstorbenen müssen etwa 400 € aufgebracht werden.

Kosten die viele Familien nicht mehr aufbringen können. Wir haben unsere ja geschlossene Bibelschule zu einer Quarantänestation umfunktioniert, damit die Ansteckung in den Familien unterbrochen werden kann.

Die Not ist groß. Wir danken für eure Gebete und Spenden. So helft ihr uns zu helfen und den Menschen in ihrer Not Gottes Liebe zu zeigen.

 

Euer Bruder Singh

 

Ich denke das sind klare Worte.

Jeder Euro den ihr spendet, kommt ohne jeden Abzug dort an, wo er so nötig gebraucht wird. Bitte gebt auch eure Adresse an, damit wir uns bedanken können und ihr über die Verwendung informiert werdet.

 

Hans-Peter Spießwinkel

 

 

Indienpartnerschaft

 

Im April 2021

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

wie ihr alle in den Nachrichten gehört habt, hat sich die Situation in Indien und damit auch bei Singh dramatisch verschlechtert. Über 300 000 Neuinfektionen pro Tag bei einer unbekannten Dunkelziffer. In den Krankenhäusern fehlt es an allem, besonders an Betten, an Medikamenten und an Sauerstoff. Die Ärzte und das Personal arbeiten am absoluten Limit.

 

Aber auch die Mitarbeiter der UCIM in der Nethanjakirche kommen an ihre Grenzen. Singh versucht zu helfen wo und wie es seine Finanzen und seine Leute möglich machen. Er selbst hat sich auf Grund seiner Vorerkrankung in Selbstisolation begeben und regelt alles vom Telefon aus.

 

Ich möchte euch bitten durch eure Gebete aber auch durch eure finanzielle Unterstützung hier zu helfen. Jeder Euro zählt und kommt garantiert bei Singh an.

Ich habe auch die Kirche um Unterstützung gebeten und sie hat grundsätzlich 7300 € in Aussicht gestellt, wenn wir die gleiche Summe oder mehr mit unseren Spendenenden aufbringen.

 

Darum meine große Bitte an euch: Helft zu helfen.

 

Kirchengemeinde Risum-Lindholm

DE21 5206 0410 6906 4028 28

49-372000-46110 Coronahilfe

Dazu bitte Name und Adresse für das Dankeschön

 

Indienpartnerschaft

 

Im April 2021

 

 

Singh schreibt:

 

Nach meiner Tumoroperation musste ich lernen mein Leben ohne Magen zu leben. Und es wurde mir bewusst, dass ich in gewisser Weise auch behindert bin. Und es wurde mir klar, wie wunderbar unser Gott ist, dass er mir einen Restmagen gelassen hat, dass er für mich die richtige Nahrung bereithält und mir jeden Tag neue und mehr Kraft gibt. So darf ich jeden Tag begreifen, wie groß und liebevoll unser Gott ist.

 

 

Und mir fiel ein, wie wunderbar und voller Liebe ihr mit behinderten Menschen umgeht. Und mir wurde klar, wie viele Menschen in Visakhapatnam behindert sind. Ich sah sie vor mir.  Ich dachte an die älteren Verwandten unserer Kinderheimkinder. Mir fielen die Pastoren ein, die selber eine Behinderung haben und trotzdem für die Menschen da sind, die mit Behinderungen im Leben zu kämpfen haben.

 

 

So haben wir von der UCIM beschlossen, behinderten Menschen einmal im Monat Hilfe zukommen zu lassen. Am Ostermontag haben wir damit nun angefangen. Wir haben Reis und Öl gegeben. Außerdem haben wir ein paar Rollstühle gespendet, die wir in die Slumgebiete gebracht haben. Ein Vater bedankte sich und lobte Gott: „Gott ist so wunderbarm, dass er für uns sorgt: Essen und Bewegungsfreiheit durch die Rollstühle“.

Gerade jetzt, wo die zweite Coronawelle über unser Land schwappt. Mehr als 100 000 Menschen infizieren sich pro Tag und die Angst vor einer Ansteckung ist enorm.

 

So kommt unsere doch auch riskante Hilfe genau zur rechten Zeit zu den Menschen die unsere Hilfe so nötig brauchen.

Danke für eure Hilfe bei unserer Hilfe.

Gott ist immer gut.

 

 

 

 

 

 

Von unserem Freund und Bruder Bischof Singh bekam ich zu Ostern diese Nachricht mit ein paar Bildern

Am Sonnabend vor Ostern besuchte unser UCIM Team das abgebrannte Dahlit Dorf. Dort haben wir damit begonnen zu helfen die Häuser wieder aufzubauen.

 

 

 

 

 

 

 

Den Frauen haben wir neue Saris gegeben. Es war sehr bemerkenswert, als wir sie fragten was sie sonst noch brauchte, war ihre Antwort: Wir haben alles verloren. Bitte gebt uns Bibeln, die uns in trösten können. So haben wir ihnen auch Bibeln geschenkt.

 

 

Außerdem natürlich Betten, auf denen sie im Sommer draußen schlafen können (wir haben bereits Temperaturen von um die 40 Grad).  Wir haben auch einige Fahrräder geben können und sogar den Grundstein für eine neue Kirche gelegt.

 

 

Vielen Dank für eure spontane Soforthilfe, durch die all das möglich geworden ist.

Wir wünschen euch allen ein gesegnetes Osterfest.

Singh

 

 

Indienpartnerschaft

 

Im März 2021

 

In einem Dahlitdorf im Kirchenkreis von Das Kumar ist ein Feuer ausgebrochen. Durch die enge Bauweise der mit Palmenzweigen gedeckten Hütten und einen starken Wind breitete sich das Feuer rasend schnell aus und vernichtete die Hütten, Hab und Gut der Dahlits und auch die Kirche. Nun ist auch das wenige, was diese Menschen besaßen weg.

 

 

 

 

 

Singh mit seiner UCIM sofort reagiert und Hilfe los geschickt. U.a. wurde auch Essen an die Dorfbewohner ausgeteilt.

 

 

Mit 2000 € aus unserem Spendenkonto habe ich im Namen unserer Kirchengemeinde geholfen zu helfen.

 

 

Hans-Peter Spießwinkel

 

 

Neuigkeiten aus Indien

 

Liebe Freunde

Ich habe mit Singh telefoniert. Er ist wieder zurück in Visak. Es geht ihm gut. Seine Stimme klang kräftig und frisch. Er erzählte, dass er am Gottesdienst am Sonntag teilgenommen hat und auch ein Grußwort gesprochen hat. Am Aschermittwoch wird er sogar die erste Passionsandacht halten – die anderen Andachten bis Ostern werden dann seine Mitarbeiter übernehmen. Er selbst ist zuversichtlich am Osterfest auch seine eigene Auferstehung als Bischof der UCIM begehen zu können.

 

Glücklich erzählter er mr, dass in dem halben Jahr seiner Krankheit niemand der Nethanja Kirche den Rücken gekehrt hat. Das macht ihm deutlich, dass die Menschen zwar durch seine Arbeit  Christen geworden sind, aber nicht seinetwegen. Sie haben Kraft und Stärke im Glauben an den lebendigen Gott gefunden und das ist unabhängig davon, ob ein Daddy Singh da ist oder nicht.

Nach dem Lockdown durch Corona, dürfen die Schulen – auch Singhs College – wieder öffnen. Zuerst für die 6 bis 12 jährigen. Für alle anderen erfolgt der Unterricht noch ausschließlich online über Handy. Die Kinder sollen aber auch nicht gezwungen werden zur Schule zu gehen. Noch ist es freiwillig. Das gleiche gilt auch für die Kinderheime, aber die Kinder kommen gerne zurück. So sind in unserem Aidskinderheim schon wieder 20 Kinder eingezogen und z.B. in Gudem sogar 25.

Damit sich die Kinder schnell wieder zu Hause fühlen und den Stress des Lockdowns besser verarbeiten möchte Singh ihnen verstärkt Spiel- und Sportmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Dabei vergessen sie leichter die Ängste und den Stress der Krise.

 

Die Milchfarm entwickelt sich prächtig. Nachdem sie an dem bisherigen Ort nicht mehr sein konnte, konnte in der Nähe ein zwei Hektar großes Grundstück mit einem kleinen See für zunächst fünf Jahre gepachtet werden. Darauf wurden die Ställe errichtet und die zehn neu angeschafften Muro Büffel haben sich gut eingelebt. Noch stehen sie zusammen mit den Kühen der ersten Büffelrasse, die dann aber im Laufe des Jahres durch zehn weitere Muro  Büffel ersetzt werden sollen. Mit dem Erlös der Farm soll langfristig die Kosten für das Kinderheim selbst getragen werden, so dass wenn einmal kein Geld von uns mehr kommen sollte, die Kinder trotzdem eine gesicherte Zukunft haben.

 

Die Situation der Christen unter Druck der Zentralregierung in Delhi verschlechtert sich zunehmend auch in Andra Pradesh. So ist es in Letzter Zeit wiederholt vorgekommen, dass angeheuerte Schlägertrupps Hindutempel beschädigt haben und die Christen dann davon beschuldigt wurden. Zum Glück hat es aber in allen Fällen Zeugenaussagen gegeben, die das widerlegen konnten und die Polizei weiß nun, wie sie damit umgehen soll. Die Polizei bittet auch darum, an allen Kirchen und Einrichtungen Überwachungskameras einzurichten, damit eventuelle Übergriffe durch die radikalen Hindus dokumentiert werden.

 

In der nächsten Zeit wird es drei Treffen der Kirchenvertreter mit der Zentralregierung geben, wo es um die Rolle der Kirchen in Indien und vor allem auch mit den Unterstützungsgeldern aus dem Ausland gehen soll. Es ist geplant, die Gelder alle über Delhi laufen zu lassen und auf diese Gelder eine Einkommenssteuer von 30 % zu erheben.

 

Zum Glück haben wir mit unseren der Milch- und Hühnerfarm, mit den verschiedenen Solarprojekten und den anderen auf Unabhängigkeit ausgerichteten Hilfsprojekten rechtzeitig den richtigen Weg eingeschlagen.

 

Hans-Peter Spießwinkel

 

 

Indienpartnerschaft

 

Liebe Freunde unserer Partnerschaft zu Indien

Ich wünsche euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Auch in diesem Jahr und sicher ganz besonders in dieser komischen Zeit dürfen wir uns darüber freuen, dass Gott Mensch geworden ist. In Jesus dem Christus, ist Gott unser Bruder geworden, um uns ganz nahe zu sein, uns zu verstehen und uns seine Liebe zu schenken. Völlig unabhängig davon wo wir leben, Weihnachten feiern oder glücklich sind. Und das schöne ist, dass wir diese Weihnachtsfreude weitersagen können, weitergeben an unsere Familien, Kinder und Enkelkinder.

 

 

 

Ganz besonders dankbar bin ich darüber, dass Singh die Magenoperation gut überstanden hat. Dass keine Metastasen gefunden wurden und der Heilungsprozess gut verläuft. Im Neuen Jahr wird er zur Sicherheit noch drei Chemotherapien bekommen und dann hoffentlich im März alles gut überstanden haben und seine Verantwortung für die Zukunft der Gemeinde der UCIM wieder wahrnehmen können.

Zum 2. Advent haben wir mit unseren Freunden ein Grußvideo ausgetauscht, dass Andreas bei uns und Suresh in Indien im Gottesdienst haben. Ein ganz besonderer Gruß und großes Dankeschön kam von den Kindern unseres Kinderheims.

 

 

 

 

Ich hoffe sehr, dass diese anstrengende Zeit von Abstand und Verzicht bald vorbei ist. Dass wir dann neu lernen aufeinander acht zu geben und noch mehr einander Liebe schenken können, gemäß der Jahreslosung: Jesus Christus spricht:

Seid barmherzig, wie auch eur Vater barmherzig ist.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein tolles neues Jahr 2021. Ich freu mich auf euch.

 

 

Hans-Peter Spießwinkel

Indienpartnerschaft

 

Liebe Gemeinde

Wir hier in Deutschland leiden weiter unter den Folgen der Coronapandemie. Abstand halten und Maskenpflicht schützen unsere körperliche Gesundheit und die unserer Mitmenschen. Mit den seelischen Folgen der Isolation und der fehlenden so unendlich wichtigen sozialen Kontakte werden wir wohl noch lange zu tun haben. Und obwohl manche Arbeitsplätze und Zukunftspläne durch die Beschränkungen gefährdet sind und wir uns Sorgen machen, geht es uns gut im Vergleich mit der Situation in Indien bei unseren Freunden. Dort liegen die Infektionszahlen über 100 000 pro Tag, denn wenn die Menschen etwas zu essen haben und überleben wollen, dann müssen sie nach draußen und arbeiten gehen. Der Kontakt mit Infizierten ist unausweichlich. Die Kosten für Schutz und ärztliche Behandlung sind aber für viele einfach unbezahlbar, so dass sie sterben. Singh und seine UCIM versuchen zu helfen wo und wie immer sie können. Ich bewundere sie für ihren Einsatz. Das geht aber nicht ohne unsere Hilfe aus Deutschland. So bitte ich euch weiter um eure Unterstützung und Spenden. Die werden so bitter nötig gebraucht. Ob das nun für die Tüte mit Reis, die Flasche Öl oder das Eiweiß in Form von Linsen geht. Wann immer es möglich ist hilft Singh mit seinen Leuten den Menschen. Ob das nun die Bewohner aus den Slums sind oder die Behinderten, ob das die Leute aus der Leprakolonie oder die verlassenen Waisenkinder an der Straße sind. Die Not ist so unendlich groß. Wir können mit unserer Unterstützung ein wenig helfen. Lasst uns das auch tun. Jetzt.

 

 

 

 

Viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind durch die Schutzmasken und das Einhalten der Abstandsregeln bisher verschont geblieben. Trotzdem ist es eine Nachricht, die uns allen Sorgen bereitet: Singh selbst ist an Krebs erkrankt. Vor etwa zwei Monaten bekam er die Diagnose und hat seitdem einige Chemotherapien bekommen. Jetzt ist Ende November die Op dran. Wir alle hoffen, dass sie gut verläuft und er dann nach Genesung und Reha seine Leitungsaufgabe in der Nethanja-Kirche wieder wahrnehmen kann. Er bittet darum, dass wir ihn auch weiterhin mit unseren Gebeten begleiten und Gott um seine Liebe für ihn bitten. Das möchte ich so an euch weitergeben.

Wir von der Kirchengemeinde möchten im Anschluss an den Gottesdienst zum ersten Advent eine Videobotschaft in der Lindholmer Kirche an unsere Freunde in Indien aufzeichnen. Gottesdienstbesucher und Freunde sind eingeladen sich daran zu beteiligen. Wie das unter Coronabedingungen möglich sein wird, sehen wir dann.

 

 

 

 

So wird das Weihnachtsfest für uns hier und unsere Freunde in Indien anders als alle anderen Weihnachtszeiten. Noch blicken wir unsicher in die Zukunft. Niemand weiß, was kommen wird. Nur eins: Gott ist bereits Mensch geworden. Und darüber dürfen wir auch in diesem Jahr glücklich sein, uns freuen und dieses Wunder dankbar annehmen und in unser Leben hineinwirken lassen. Darum werden wir auch in diesem Jahr Weihnachten feiern.

 

Ich wünsche euch allen eine gesegnete Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest.

Hans-Peter Spießwinkel

 

 

Kirchengemeinde Risum-Lindholm

Kirchenbüro

Silke Hahn

Steege 4

25920 Risum-Lindholm

 

Telefon 04661 8546

risum-lindholm(a)kirche-nf.de

 

 

Bürozeiten:

Montag und Donnerstag 8 Uhr – 12 Uhr

Mittwoch 9 Uhr – 13 Uhr und 15 – 18 Uhr

IMPRESSUM             DATENSCHUTZ