Risum-Lindholm

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde

 

 

Indienpartnerschaft

 

Seit 1999 besteht der Kontakt zwischen der Kirchengemeinde Risum-Lindholm und der UCIM der südindischen Nethanja-Kirche in Visakhapatnam. Eine Delegation der damals selbständigen Kirchengemeinde Lindholm besuchte Indien. In Bischof Dr. K.R. Singh fand sie einen großartigen Partner, der sich mit seiner UCIM, um Benachteiligte in der Region Visakhapatnam kümmerte.

 

Schwerpunkte seiner Arbeit sind neben der Verkündigung verschiedene Kinderheime – auch in den Stammesgebieten der Berge, die Betreuung von Menschen in den ausufernden Slumgebieten Visakhapatnams, Leprakolonien, Unterstützung der Dahlits und Hilfe bei Katastrophen.

Dabei helfen ihm ein großer Mitarbeiterstab und die Teilnehmer der Bibelschule.  Gerne wollte er die Freundschaft, aber auch Hilfe für seine Arbeit aus Norddeutschland annehmen.

 

So ist die Beziehung in den folgenden Jahren kontinuierlich gewachsen. Tragendes Element waren und sind die gegenseitigen Besuche. Dadurch ist ein lebendiger Austausch entstanden und das Vertrauen zueinander gewachsen, getragen vom gemeinsamen Glauben an den liebenden Gott, der in Jesus Christus begreifbar geworden ist.

 

Im Laufe der Zeit haben wir uns an verschiedenen Projekten beteiligt. Unser Ziel dabei ist immer gewesen, die Selbständigkeit der dortigen Gemeinde durch unser Know-how und unseren finanziellen Möglichkeiten zu fördern und gleichzeitig von dem lebendigen Glauben unserer Schwestern und Brüder zu lernen.

 

Neben Soforthilfe bei Katastrophen wie z.B. dem Tsunami, haben wir es geschafft, eine kleine Milch- und Hühnerfarm aufzubauen, die einerseits die Versorgung der Kinderheime verbessert, andererseits aber auch sichere Arbeit für Dahlitfamilien und finanziellen Gewinn für die UCIM zur Folge hat.

 

Desweiteren haben wir ein Heim für Aidswaisen gegründet und Sponsoren hier aus der Region tragen die Kosten für das Leben von zur Zeit 32 Slumkindern, die ihre Eltern durch die Krankheit verloren haben. In den letzten Jahren haben wir versucht, durch die Nutzung von Solarenergie die Energiekosten zu senken und ein zusätzliches Einkommensfeld zu erschließen.

 

So wurden zwei Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 30 kw aufgebaut und verschiedene solarthermische Anlagen installiert, um warmes Wasser günstig zu erzeugen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.

 

Die Zusammenarbeit und das voneinander Lernen soll auch in Zukunft ein Schwerpunkt der Partnerschaft sein.

 

 

 

Besuch der indischen Partner bei uns

 

Viele haben es mitbekommen, dass über drei Wochen wieder Bischof Dr. K.R. Singh mit einer Gruppe von acht jungen Menschen bei uns zu Gast waren. Sie konnten im Pastorat wohnen, liebevoll eingerichtet und zurecht gemacht von den Mitgliedern der Indiengruppe. Jeweils ein Gottesdienst in der Lindholmer Kirche und einer in der Risumer Kirche konnte mit unseren Partnern gefeiert werden und durch ihren lebendigen Gesang, ihre Musik und den Tanz haben sie sie uns unvergessliche Momente geschenkt. Im Andersen Hüs gab es wieder einen gut besuchten Informationsabend, auf dem Singh von den letzten Entwicklungen seiner UCIM erzählen konnte, Bilder der letzten Begegnungen in Indien zeigten die gute Entwicklung unserer Partnerschaft und die Vorführungen seines Teams sorgte für die nötige Abwechslung und lebendige Stimmung im Programm.

Inhaltlich hatte die Begegnung die beiden Schwerpunkte: Verantwortung von uns Christen für die Umwelt und die Menschen mit Beeinträchtigungen. So ging es um die Vermüllung der Meere und die Gefährdung durch Mikroplastik genauso wie um durch die Nutzung regenerativer Energien Umwelt und natürliche Ressourcen zu schonen. Wir haben die Inklusionsbemühungen in Kindergarten und Schulen erlebt, haben Werkstätten und Wohnheime für Behinderte besucht.

Am eindrucksvollsten für beide Seiten war jedoch der offene und freundschaftliche Umgang miteinander. Die Gruppe wurde immer wieder von Familien eingeladen, nahm an Veranstaltungen teil, konnte besichtigen und erleben. Der Altbürgermeister führte durch unser Dorf, im Friesischen Wohnpark haben wir mit den Senioren gefeiert und getanzt – teilweise im Rollstuhl! – Auf Hooge konnten wir die Stille und Weite des Wattenmeers erleben und fühlen. Leider trübte das Verhalten eines bayrischen Mitarbeiters der Schutzstation das sonst sehr positive Erleben.

Am Ende gab es ein fröhliches Abschiedsfest im Garten des alten Pastorats mit vielen Teilnehmerinnen rund um ein Lagerfeuer. Durch die eingegangenen Spenden und zugesagten Hilfen kann nun die Nutzung von Solarenergie in Indien durch UCIM weiter ausgebaut werden  und drei weitere Kinder im Kinderheim für Aidswaisen dauerhaft aufgenommen werden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Unterstützern und Förderern unserer Partnerschaft.

 

 

Das Indien-Team

 

 

 

 

 

 

 

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